Ausbildung FAQ


Benötige ich in Deutschland eine Fallschirm Versicherung?

Ja, eine Fallschirm Halterhaftpflicht ist Pflicht. Unsere Schirme sind alle ausreichend versichert.

Kann ich Ausrüstungsgegenstände bei den Fallschirmspringern leihen?

Ja, die Schülergeräte können nach der Ausbildung gegen eine Leihgebühr von 10,- Euro/Sprung ausgeliehen werden.

Kann ich die Ausbildung auch ohne Fliegerärztliches Untersuchungszeugnis beginnen?

Ja, allerdings nur den theoretischen Unterricht. Gesprungen werden darf erst mit Untersuchungszeugnis. Die Untersuchung kann bei jedem normalen Hausarzt durchgeführt werden.

Wann muß eine im Ausland erworbene Lizenz umgeschieben werden und was ist hierzu nötig?

Sobald jemand länger als 6 Monate in Deutschland wohnt, muß er seine ausländische Lizenz in eine deutsche Lizenz umschreiben lassen. Hierfür müssen mindestens 12 Sprünge in den letzten 12 Monaten nachgewiesen werden, egal wo die gemacht wuden. Wenn noch keine 12 Sprünge gemacht wurden, müssen die noch fehlenden in Deutschland unter Lehreraufsicht mit einem normalen Ausbildungsvertrag nachgeholt werden. Dies geht auch bei uns.Zusätzlich muß eine theoretische Prüfung vor einem DFV Prüfungsrat abgeleget werden, hierzu gibt es einen speziellen Fragenkatalog "für Umsteiger". Die Prüfung kann bei den Fallschirmspringern abgelegt werden. Hierzu ist eine theoretische Vorbereitung von ca. 6 Theoriestunden im Luftrecht notwendig.

Was heißt "AFF"?

"AFF" steht für "Accelerated Free Fall" und bedeutet soviel wie "beschleunigte Freifallausbildung".

Was heißt "Automat" bei der Springerei?

Der Springer ist mit einer Aufziehleine mit dem Flugzeug verbunden und diese zieht bedingt durch den Absprung automatisch den Schirm aus dem fallschirmcontainer.

Was ist ein AFF-Schnuppersprung?

Der AFF Schnuppersprung war ursprünglich mal als "Einstiegshilfe" für Unentschlossene gedacht, die nicht ein 1.550,00 Euro Experiment für einen ganzen Kurs eingehen wollten. Der Schnuppersprung umfasst die gleiche theoretischen und praktische Ausbildung und Vorbereitung wie für den gesamten AFF-Kurs und ist auch vom Ablauf her exakt der gleiche Sprung wie der sog. Level I des AFF-Kurses. Der Schüler durchläuft an einem Wochenende die theoretische Grundausbildung. Mit viel Glück und Wetter wird am 2. Tag des Grundkurses der erste (Level 1 oder Schnuppersprung) durchgeführt.

Welche Kosten kommen zusätzlich zu den reinen Ausbildungsgebühren noch hinzu?

Die kompletten Kurs Preise sind auf der Internet Seite der Fallschirmspringer hinterlegt und beinhalten den eigentlichen Kurs und die Leihausrüstung ( Fallschirm-Springerkombi-Höhenmesser). Die Sprungbrille und Sprungbuch sind im Ausbildungspreis enthalten.
Nicht enthalten sind die Gebühren für den Arzt: eine Untersuchung kostet ca 35-65 Euro und sollte vorher mit seinem Arzt vereinbart werden.
Die Gebühren nach der Ausbildung zum Erreichen der Prüfungsvoraussetzungen (insgesamt 23 Freifallsprünge + 2 Prüfungssprünge) setzen sich aus den eigentlichen Sprunggebühren und der Fallschirmmiete zusammen.
In den 23 Freifallsprüngen können alle Freifallsprünge der Ausbildung mit angerechnet werden. Zum Schluss noch die Prüfungsgebühren in Höhe von Euro 75,00, die an den DFV (Deutscher Fallschirmsportverband) weitergeleitet werden.


Welche Lizenz erwerbe ich mit der AFF Ausbildungsmethode?

Mit einer abgeschlossenen AFF Ausbildung, weiteren Freifallsprüngen (mindestens 23 in Summe+ 2 Prüfungs-sprünge) und der bestandenen theoretischen Prüfung kann beim DFV (Deutschen Fallschirmspringer Verband) die M-Lizenz zum Fallschirmspringer beantragt werden. Diese Lizenz ist unbefristet gültig und gilt weltweit. Mit dieser Lizenz kann überall alleine oder mit anderen Springern aus beliebiger Höhe gesprungen werden.

Welche Lizenz erwerbe ich mit der M-Ausbildungsmethode?

Mit einer abgeschlossenen M-Ausbildung, weiteren Freifallsprüngen (mindestens 23 in Summe + 2 Prüfungs-sprünge) und der bestandenen theoretischen Prüfung kann ich beim DFV (Deutschen Fallschirmspringer Verband) die M-Lizenz zum Fallschirmspringer beantragen. Diese Lizenz ist unbefristet gültig und gilt weltweit. Mit dieser Lizenz kann ich überall alleine oder mit anderen Springern aus beliebiger Höhe (zwischen 1000-4000 Metern) springen und aktiviere den Fallschirm manuell.

Welche Vorausetzungen muß ich erfüllen, um eine Ausbildung zum Fallschirmspringer beginnen zu können?

Eine normale körperliche und psychische Fittness reicht aus, die Anforderungen sind bei der modernen Ausbildung und dem modernen Schulungsmaterial nicht besonders hoch. Ansonsten natürlich eine Portion Mut und den festen Willen, diesen wunderschönen Sport zu erlernen. Daneben benötigt man noch folgende Unterlagen:
  • Ein ÄrztlichesUntersuchungszeugnis
  • Das ausgefüllte und unterzeichnete Anmeldeformular
  • 2 Passbilder
  • Der Überweisungsbeleg für die Ausbildungsgebühr


Welchen Umfang hat die "AFF" Ausbildung und wie läuft sie ab?

Mit der AFF Ausbildungsmethode wird die zur Zeit fortschrittlichste und effektivste Ausbildungsmethode im Fallschirmsport umschrieben. Das zu erreichende Ausbildungsziel, kontrollierter und langer freier Fall, wird dabei nicht ans Ende des Lernprozesses, sondern gleich an den Anfang gestellt. Absprünge mit automatischer Auslösung oder kurzen Freifallzeiten entfallen. Die AFF-Ausbildung gliedert sich in 7 aufeinander abgestimmte Leistungsstufen (Level), die im Idealfall in 7 Sprüngen absolviert werden können. Jeder Level baut dabei inhaltlich auf dem vorhergehenden auf.

Beim ersten Sprung halten zwei AFF-Lehrer den Schüler vom Verlassen des Flugzeuges bis zur Fallschirmöffnung fest. Neben der Gewöhnung des Sprungschülers an den freien Fall geht es hier bereits um die Durchführung eines Lernprogrammes innerhalb der etwa 40 bis 50 Sekunden dauernden Freifallphase. Richtige Körperhaltung, ständige Kontrolle der eigenen Höhe, Blickkontakt zu den Lehrern, Scheingriffübungen und das Öffnen des Fallschirmes in 1.500 Metern Höhe auf Zeichen der Lehrer sind die Aufgaben dieses ersten Sprunges.

Von Sprung zu Sprung werden das Lernprogramm und die Anforderungen an den Schüler gesteigert. Bereits beim dritten Level wird der Schüler von seinen Lehrern vollständig losgelassen. Sie fliegen allerdings in unmittelbarer Nähe neben ihm, um jederzeit helfend eingreifen zu können, falls dies erforderlich wird.

Jeder Level muss zufriedenstellend absolviert werden, bevor die nächste Stufe begonnen werden kann. Wird das Ausbildungsziel in einem bestimmten Sprung nicht erreicht, muss er wiederholt werden (Re-Jump).

Begleiten während der ersten drei Level noch zwei Lehrer den AFF-Schüler im freien Fall, ermöglicht es der erreichte Leistungstand bei Level 4, dass nur noch ein Lehrer mitspringt. Nach dem gemeinsamen Absprung, bei dem der Schüler zunächst noch vom Lehrer festgehalten wird, gibt dieser ihn frei, damit das Programm mit kontrollierten Drehungen beginnen kann. Beim siebenten und letzten Level muss der Schüler schließlich seine erlernten Fähigkeiten zusammengefasst in einem Sprung zeigen. Ist er dabei erfolgreich, hat er das Ziel, selbständig frei fallen und allein weiterspringen zu können, erreicht. Bei entsprechendem Talent des AFF-Schülers kann dies bedeuten, dass er bereits nach nur 7 Sprüngen ohne Lehrer und ganz allein den freien Fall sicher genießen kann.

Guten Rahmenbedingungen wie Wetter und ausreichende Flugzeugkapazität, verbunden mit entsprechendem Talent des Schülers ermöglichen es, das AFF-Programm innerhalb weniger Tage zu absolvieren.

Schneller lässt sich Fallschirmspringen nicht erlernen. Ein AFF-Kurs ist wegen seiner intensiven individuellen Betreuung die kostenaufwendigste Form der Ausbildung. Langfristig gesehen zahlt sich die Investition jedoch aus, da viele kleinere Lernschritte wie bei der konventionellen Freifallausbildung, die ebenfalls mit Kosten verbunden sind, umgangen werden.



Welchen Umfang hat die Konventionelle Ausbildung und wie läuft sie ab?

Die ursprüngliche und klassische Form der Ausbildung zum Fallschirmspringen wird heutzutage als "konventionell" bezeichnet. Sie gliedert sich in zwei Abschnitte, die "Automatik" (A Kurs) - und die Freifallausbildung (M-Kurs).

Während der Automatikschulung werden die Sprünge aus Höhen zwischen 1.500 bis 1.800 Metern durchgeführt. Der Springer ist dabei mit seinem Fallschirm durch eine Aufziehleine mit dem Flugzeug verbunden. Beim Verlassen des Flugzeuges zieht die Aufziehleine den Fallschirm aus seinem Container. Der Öffnungsvorgang des Schirmes ist damit eingeleitet. Die Verbindung zwischen Springer und Flugzeug wird getrennt, sobald sich der Fallschirm mit Luft zu füllen beginnt. Der Springer hängt dann sofort an der geöffneten Fallschirmkappe.

Sprünge mit automatischer Auslösung dienen dem Erlernen einer korrekten Absprunghaltung und der bewussten Wahrnehmung der Körperlage im Luftstrom. Bevor der Springer ohne Aufziehleine springen darf und die Öffnung seines Schirmes selbst per Hand auslöst, muss er mindestens 10 automatische Sprünge erfolgreich absolviert haben (A-Kurs). Wurde dabei das eigenständige Ziehen des Aufziehgriffes demonstriert, kann er mit der Freifallausbildung fortsetzen:

Beim ersten Sprung fällt der Springer eine bis drei Sekunden frei bevor er selbständig den Fallschirm öffnet. Mit zunehmender Sicherheit und Erfahrung wird die Absprunghöhe bis auf 4.000 Meter gesteigert, die Freifallzeit auf bis zu 55 Sekunden erhöht. Während der einzelnen Ausbildungssprünge erlernt der Springer verschiedene kontrollierte Bewegungen wie Drehungen, Rollen oder Salti im freien Fall sicher durchzuführen. Das Erreichen dieses Ziels und die dafür erforderliche Sprunganzahl sind individuell sehr unterschiedlich. Mindestens 23 Sprünge mit manueller Auslösung sind erforderlich, bis ein Schüler die Prüfungsreife erlangt.



Welchen Umfang hat die theoretische Ausbildung?

Für den sog. Ground Kurs vor dem ersten Sprung sind ca. 14 Stunden Theorie erforderlich. Weitere 15 Stunden werden dann parallel zur praktischen Ausbildung und als Vorbereitung auf die theoretische Prüfung bis zur Lizenzprüfung erteilt.

Welchen Umfang hat die theoretische Prüfung?

99 Fragen und Antworten im Multiple Choice Verfahren aus den Fächern Luftrecht, Freifall, Meteorologie, Technik, Verhalten in besonderen Fällen, Aerodynamik und menschliches Leistungsvermögen. Die Vorbereitung sowie die anschließende theoretische und praktische Prüfung findet bei den Fallschirmspringern an einem Wochenende (meist im Juni und Oktober) statt.

Wie hoch ist das Mindestalter für Fallschirmspringer?

Man kann mit Vollendung des 14. Lebensjahres die Ausbildung beginnen. Eine schriftliche zustimmung der Erziehungsberechtigten ist Voraussetzung. Die Lizenz kann allerdings erst mit Vollendung des 16. Lebensjahres beantragt werden.

Wie hoch sind die Prüfungsgebühren?

75,00 Euro, die komplett an den DFV weitergeleitet werden. Diese Gebühren sind nicht in der Ausbildungsgebühr enthalten.

Wie lange benötige ich bis zur Lizenz?

Wie lange für die Lizenzreife benötigt wird, hängt in erster Linie von dem persönlichen Engagement hinsichtlich der Zeit ab. Wer oft kommt, springt oft. Wir halten den Qualitäts- und Sicherheitsstandard sehr hoch. Deshalb versuchen wir zu gewährleisten, daß unsere Schüler erst dann zur Lizenzprüfung angemeldet werden wenn sie den Sport auch sicher beherrschen, unabhänig von den im Gesetz vorgeschriebenen Mindestvoraussetzungen. Gesprungen wird meistens am Wochenende und das Wetter mitspielt können z.B. beim AFF Kurs die 7 Level an zwei Wochenenden absolviert weden.Wird die Ausbildung im Rahmen einer Sprungwoche durchgeführt, dauert die Ausbildung bei gutem Wetter 4-6 Tage.

Wie verläuft die Ausbildung bei den Fallschirmspringern?

Wir schulen primär an den Wochenenden und absolvieren 2 - 3 mal im Jahr eine Sprungwoche, in der dann komplett die Ausbildung durchgeführt werden kann. Der Kurs beginnt am jeweiligen Samstag um 10:00 Uhr und endet ca. 17:00 Uhr.

Der Ausbildungskurs beginnt mit der Grundausbildung. Hiervwird die Theorie vermittelt, die zur sicheren Durchführung des ersten Sprunges benötigt wird, sowie praktische Übungen wie z.B. Landefall und Steuer-, Abtrenn- und Notfallübungen im Simulatorgurtzeug.

Am 2.Tag (Sonntag) geht es um 10:00 Uhr los und es wird der elernten Stoff bis ca. 13:00 Uhr wiederholt. Mittels eines Tests wird der Wissensstand überprüft und festgestellt, ob auch physisch und psychisch fit der Fallschirmabsprung absolviert werden kann. Sofern die äußeren Bedingungen (Wind & Wetter, Ausbilder, Flugzeug) es zulassen, könnte dann am Nachmittag gesprungen werden.



Wo findet die theoretische Prüfung statt?

Die Prüfung wird bei den Fallschirmspringern nach Richtlinien des DFV abgenommen, Nach der Auswertung der Prüfung gehen die gesammten Unterlagen zum DFV und nach ca. 10 Tagen erhalten die Kandidaten ihre Lizenz. Wir führen die theoretische Prüfung zweimal im Jahr durch: Juni und Oktober.

Wodurch unterscheiden sich die M-Lizenz und AFF-Lizenz?

Die Lizenz nach einer M-Ausbildung ist identisch mit der Lizenz nach einer AFF-Ausbildung, nur der Weg (Ausbildung) dorthin ist ein anderer.
Entweder konventionelle Ausbildung (zuerst A-Kurs und dann M-Kurs ) oder direkt AFF "Accelerated Free Fall" (Beschleunigte Freifallausbildung).


Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Lizenzen? (A-M/AFF)?

Mit der A Lizenz dürfen werden sog. Automatensprünge durchgeführt werden (Konventionell oder Static genannt). Mit der M Lizenz ist es möglich aus beliebiger Höhe allein oder mit anderen Springern abzuspringen und aktiviert seinen Fallschirm selbständig. Voraussetzung für die M Lizenz ist eine absolvierte Automatenausbildung (A + M Kurs). Die AFF Lizenz ist identisch mit der M-Lizenz, nur die Ausbildungsart die zur M Lizenz führt, ist eine andere. M steht für Manuelle Auslösung des Schirms.